Therapeutischer Ansatz

Systemische Therapie

Die systemische Therapie betrachtet den Menschen in Zusammenhang mit seinen Beziehungen und seinem sozialen Umfeld. Schwierigkeiten werden dabei nicht isoliert, sondern als Teil von Wechselwirkungen und Beziehungsmustern verstanden. Im Mittelpunkt stehen vorhandene Ressourcen, unterschiedliche Perspektiven und die Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten, die positive Veränderungen im persönlichen und zwischenmenschlichen Erleben ermöglichen.

Ergänzend zum systemischen Ansatz werden Methoden aus der lösungs- und ressourcenorientierten Beratung, der kognitiven Verhaltenstherapie, sowie hypnotherapeutische Elemente verwendet. Nebst verschiedenen Fragetechniken, Skalierungen oder Hypothesenbildungen erweisen sich u.a. die Genogrammarbeit, Visualisierungen und Symbolisierungen, sowie Elemente aus der Gestalttherapie als hilfreich für den Prozess.

Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie arbeitet mit unterschiedlichen inneren Anteilen, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. Manche tragen wertvolle Ressourcen in sich, andere versuchen mit früher hilfreichen Strategien zu schützen, die heute möglicherweise nicht mehr passend sind. Ziel ist es, diese inneren Anteile besser kennenzulernen, ihre Funktion zu verstehen und einen achtsamen, hilfreichen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Die therapeutische Beziehung

Eine wertschätzende Grundhaltung und Respekt vor den bisher geleisteten Anstrengungen sind grundlegend für das Gelingen einer positiven Beziehung in der therapeutischen Arbeit.

Sowohl der systemische als auch der Ego-State-Ansatz richten den Blick auf vorhandene Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten. Während die systemische Therapie den Menschen in seinen Beziehungen und in seinem Umfeld betrachtet, richtet die Ego-State-Therapie den Blick stärker auf die innere Vielfalt und unterschiedliche Persönlichkeitsanteile. Beide Ansätze ergänzen sich und ermöglichen es, innere wie äussere Zusammenhänge besser zu verstehen, neue Perspektiven zu entwickeln und stimmige Veränderungen anzustossen.

Supervision

Supervision schafft Raum, berufliches Handeln aus neuen Perspektiven zu betrachten, komplexe Situationen zu reflektieren und gemeinsam neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen auch hier die vorhandenen Ressourcen, die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten sowie konkrete und alltagstaugliche Lösungen.

Die supervisorische Arbeit ist lösungsorientiert und bezieht sowohl die einzelne Person als auch Beziehungen, Rollen und Dynamiken im beruflichen Umfeld mit ein. Dabei geht es nicht darum, fertige Lösungen vorzugeben, sondern gemeinsam Zusammenhänge zu verstehen, vorhandene Kompetenzen zu stärken und tragfähige nächste Schritte zu entwickeln.

„Verstehen ist der erste Schritt zur Veränderung – Klarheit entsteht oft dort, wo sich der Blickwinkel verändert.“